Der große Spanien-Überlebensguide

Erstmals benannte DANA bedroht Ostspanien und Balearen mit Starkregen

Die staatliche Wetteragentur Aemet hat eine besondere Warnung herausgegeben: Ab Mittwoch, dem 8. Oktober, trifft die erste DANA (Isolierte Depression in großer Höhe) der Saison – mit dem Namen „Alice“ – auf Spanien. Das Wetterphänomen wird in den kommenden Tagen intensive Regenfälle und Gewitter vor allem im östlichen Drittel der Halbinsel sowie auf den Balearen verursachen.

Bildung des Tiefs „Alice“ durch atlantischen Trog

Laut Aemet entsteht „Alice“ durch einen atlantischen Trog, der eine kalte Luftmasse mit sich führt. Diese trifft auf warme, feuchte Mittelmeerluft – ein klassisches Rezept für heftige Unwetter. Besonders betroffen sind Valencia, Alicante, Murcia, Ost-Andalusien und die Balearen.
Das Wetterphänomen könnte bis mindestens Sonntag, den 12. Oktober, anhalten.

Ein starker Antizyklon im Norden Spaniens begünstigt zudem den Zufluss feuchter Luft aus Osten und Nordosten. Dies führt zu anhaltenden und ergiebigen Regenfällen, insbesondere im Gebiet um Cabo de la Nao zwischen Valencia und Alicante, wo laut Prognosen die höchsten Niederschlagsmengen erwartet werden.

Gefahr von Überschwemmungen und Sturzfluten

Die Aemet warnt ausdrücklich vor einem hohen Risiko für plötzliche Überschwemmungen in tief liegenden Gebieten, Flussbetten und Wadis.
Die ersten intensiven Schauer werden bereits Mittwochabend in Kastilien-La Mancha und der Valencianischen Gemeinschaft erwartet. Ab Donnerstag dehnt sich das Unwetter auf die gesamte Mittelmeerküste, die Balearen, Murcia und Ostandalusien aus.
Am Freitag konzentrieren sich die stärksten Regenfälle auf den Südosten Spaniens, bevor die Wetterlage am Wochenende langsam nachlässt.

Aemet rät der Bevölkerung, die offiziellen Wetterwarnungen regelmäßig zu verfolgen – über die Website, App oder lokale Behördenmeldungen – und äußerste Vorsicht walten zu lassen.

Erstmalige Namensgebung für eine DANA

Mit „Alice“ wird erstmals eine DANA offiziell benannt. Dies ist Teil einer neuen Vereinbarung zwischen den meteorologischen Diensten Spaniens, Frankreichs, Belgiens, Luxemburgs, Andorras und Portugals.
Ziel ist es, schwere Wetterereignisse besser zu kommunizieren, auch wenn sie nicht als „klassische Stürme“ gelten.

Bislang erhielten nur großräumige Tiefdruckgebiete mit starkem Wind einen Namen – wie etwa „Filomena“ im Jahr 2021. Ereignisse wie die DANA in Valencia im Vorjahr, die schwere Schäden verursachte, blieben unbenannt. Wäre die neue Regelung damals schon in Kraft gewesen, hätte sie den Namen „Caetano“ getragen.


Fazit

Die DANA „Alice“ markiert den Beginn einer potenziell gefährlichen Wetterphase für den Mittelmeerraum. Betroffene Regionen sollten sich auf intensive Regenfälle, lokale Überschwemmungen und schwierige Verkehrsbedingungen einstellen.
Experten empfehlen, unnötige Fahrten zu vermeiden und sich regelmäßig über die aktuelle Wetterlage zu informieren.

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