Der große Spanien-Überlebensguide

Spanien steht zu Wochenbeginn vor einer Phase mit deutlich unbeständigerem Wetter. Nach der aktuellen Prognose der staatlichen Wetterbehörde AEMET gelten am Montag in acht autonomen Gemeinschaften Gelbwarnungen wegen Gewittern. Erwartet werden örtlich kräftige Schauer, Hagel sowie starke bis sehr starke Windböen. Gleichzeitig gehen die Temperaturen in vielen Landesteilen zurück.

Besonders betroffen sind Aragón, Asturien, Kantabrien, Kastilien und León, Kastilien-La Mancha, Katalonien, die Region Madrid sowie La Rioja. Die Warnungen gelten überwiegend zwischen 14:00 Uhr und 20:00 Uhr. In Kastilien und León beginnt die Warnphase bereits um 12:00 Uhr und endet erst um 21:00 Uhr.

Katalonien zusätzlich von Starkregen betroffen

Neben den Gewitterwarnungen gilt in Teilen Kataloniens auch eine Niederschlagswarnung. In den Provinzen Girona, Lleida und Barcelona können innerhalb einer Stunde bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter fallen.

Meteorologen führen die Wetterlage auf kalte Luft in höheren Atmosphärenschichten zurück. Diese sorgt für eine erhöhte Instabilität über großen Teilen der Iberischen Halbinsel. Von den stärksten Auswirkungen bleiben vor allem die Küstengebiete, der Südwesten Spaniens sowie die Balearen und Kanaren weitgehend verschont.

Gewitterzellen bilden sich vor allem am Nachmittag

Im Tagesverlauf wird sich über dem Landesinneren zunehmend Quellbewölkung entwickeln. Besonders in den zentralen Gebirgssystemen, den Pyrenäen, dem Ebrotal, den südöstlichen Gebirgszügen sowie in Teilen der Hochebenen werden Schauer und Gewitter erwartet.

Dabei sind örtlich Hagel und sehr starke Windböen möglich. Regional könnten die Gewitter eine höhere Intensität erreichen.

An den Mittelmeer- und Südküsten, im Südwesten der Halbinsel sowie auf den Balearen bleibt der Himmel dagegen meist freundlich oder nur leicht bewölkt. Auf den Kanarischen Inseln dominieren Wolkenfelder im Norden, während der Süden überwiegend sonnig bleibt.

Temperaturen sinken in weiten Teilen des Landes

Die Höchsttemperaturen gehen auf der Halbinsel insgesamt zurück. Besonders deutlich fällt der Temperaturrückgang an den nordwestlichen Küsten aus, wo die Werte regional um mehr als sechs Grad sinken können.

An den Südküsten Spaniens wird dagegen mit einem leichten Temperaturanstieg gerechnet. Im Ebrotal sowie im Segura-Tal können die Temperaturen weiterhin auf 35 bis 36 Grad steigen.

Die Tiefstwerte entwickeln sich unterschiedlich. Während sie im Osten des Landes etwas ansteigen, gehen sie in vielen anderen Regionen zurück. Tropennächte mit Temperaturen über 20 Grad werden weiterhin im Ebrotal und entlang der Mittelmeerküste erwartet.

Regionale Wetterlage im Überblick

Norden Spaniens

In Galicien, Asturien, Kantabrien und Teilen des Baskenlandes dominieren zunächst Wolkenfelder und örtlicher Nebel. Im Tagesverlauf steigt besonders in den Bergregionen die Wahrscheinlichkeit für Schauer und Gewitter.

Zentralspanien

In Kastilien und León, Madrid sowie Kastilien-La Mancha entwickeln sich am Nachmittag verbreitet Gewitter. Lokal können diese kräftig ausfallen und von Hagel begleitet werden.

Nordosten Spaniens

Aragón, Navarra, La Rioja und Katalonien gehören zu den Regionen mit dem höchsten Gewitterpotenzial. Vor allem in den Pyrenäen und entlang des Iberischen Systems sind lokal starke Gewitter mit Hagel und heftigen Windböen möglich.

Mittelmeerregion

In der Valencianischen Gemeinschaft und in Murcia bleibt das Wetter überwiegend freundlich. Im Landesinneren sind jedoch vereinzelte Gewitter am Nachmittag nicht ausgeschlossen.

Süden Spaniens

Andalusien erwartet einen überwiegend freundlichen Start in den Tag. In den Gebirgsregionen der Sierra Morena und der Betischen Kordillere können sich später Schauer und Gewitter entwickeln.

Inselregionen

Auf den Balearen werden zeitweise mittlere und hohe Wolken erwartet. Vereinzelt sind trockene Gewitter oder schwache Niederschläge möglich. Die Kanaren bleiben überwiegend stabil, wobei im Norden mehr Wolken auftreten.

Leichte Winde dominieren – Gewitter können Böen verstärken

Abseits der Gewitter bleibt der Wind in den meisten Regionen schwach bis mäßig. In Gewitternähe können jedoch kurzfristig sehr starke Böen auftreten. Auf den Kanarischen Inseln weht weiterhin ein mäßiger Nordostwind mit lokal stärkeren Abschnitten.

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