Unwetterlage in Spanien spitzt sich weiter zu
Der Sturmzug, der derzeit Spanien trifft, zeigt keinerlei Abschwächung. Nach mehr als einer Woche mit anhaltenden Regenfällen und Schneefall bleibt die Lage angespannt. Besonders betroffen ist Andalusien, wo schwere Windböen bereits Schäden verursacht haben. Meteorologen rechnen damit, dass das Unwetter mindestens bis Mittwoch anhält – mit gravierenden Folgen für weite Teile der Region.
Extremregen und Sturmwarnungen in Andalusien
Nach Prognosen von Meteored werden Regenfälle in Andalusien flächendeckend auftreten, im Westen der Region teils dauerhaft und intensiv. Bereits in den frühen Morgenstunden setzt der Niederschlag ein und hält über den Vormittag an, im Süden mit besonderer Intensität.
Im Osten, von der Straße von Gibraltar bis nach Almería, werden am Nachmittag weitere kräftige Regenfälle erwartet, begleitet von einem starken maritimen Sturm. Die Aemet hat deshalb für die Sierra de Grazalema in der Provinz Cádiz die höchste Warnstufe ausgerufen: Innerhalb von 12 Stunden können bis zu 140 Liter Regen fallen, innerhalb von 24 Stunden sogar mehr als 200 Liter pro Quadratmeter.
Orange und rote Warnstufen – Gefahr durch Wind und Wasser
Neben der roten Alarmstufe gelten auch orangefarbene Warnungen, unter anderem für weite Teile der Provinz Cádiz sowie die Straße von Gibraltar. Dort könnten sich die Regenmengen auf bis zu 150 Liter pro Quadratmeter summieren. Zusätzlich werden schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde erwartet – ein erhebliches Risiko für Verkehr, Infrastruktur und Küstenregionen.
Regierung ruft zur Vorsicht auf
Angesichts der angespannten Lage hat der Regierungsdelegierte in Andalusien, Pedro Fernández, die Bevölkerung zu „maximaler Vorsicht“ aufgerufen. Besonders die Provinzen Cádiz, Almería und Huelva stehen im Fokus der Behörden. Die Regierung von Pedro Sánchez erklärte, dass sowohl die Militäreinheit UME als auch der Zivilschutz in Bereitschaft stehen.
Notfallpläne der Junta de Andalucía aktiviert
Die Junta de Andalucía hat den Beratungsausschuss des regionalen Notfallplans einberufen. Die Sitzung wird vom Regionalpräsidenten Juanma Moreno geleitet. Beteiligt sind Vertreter der Zentralregierung, der Gemeinden und Provinzen, der Wasserbehörden Guadalquivir und Guadiana, der Notrufzentrale 112, des Zivilschutzes, des Rettungsdienstes 061 sowie des Roten Kreuzes.
Wetterwarnungen auch in anderen Teilen Spaniens
Nicht nur Andalusien ist betroffen: In weiteren Regionen Spaniens gilt gelber Alarm. In Bergregionen von Guadalajara, Cuenca, Madrid, Huesca, Ávila, Burgos, León, im Kantabrischen Gebirge sowie in Teilen von Galicien wird vor Schneefall von bis zu zehn Zentimetern gewarnt. Die Lage bleibt landesweit dynamisch und erfordert erhöhte Aufmerksamkeit.
Fazit: Spanien im Ausnahmezustand durch Extremwetter
Das aktuelle Unwetter zählt zu den heftigsten dieser Saison. Andalusien steht dabei im Zentrum der Gefahrenlage, doch auch andere Regionen Spaniens müssen sich auf schwierige Bedingungen einstellen. Behörden raten dringend dazu, Warnhinweise zu beachten, unnötige Fahrten zu vermeiden und sich regelmäßig über die aktuelle Wetterentwicklung zu informieren.











