Aemet warnt: In mehreren Regionen drohen erneut mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter
Das Tiefdruckgebiet „Alice“ hat Spanien fest im Griff. Auch in den kommenden Stunden bleibt das Wetter äußerst instabil, insbesondere im Osten der Halbinsel und auf den Balearen. Laut der Staatlichen Meteorologischen Agentur (Aemet) werden am Dienstag erneut sehr starke Regenfälle und Stürme erwartet – mit erheblichen Niederschlagsmengen in Katalonien, der Valencianischen Gemeinschaft und auf den Balearen.
In einigen dieser Regionen könnten sich innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 bis 120 Liter pro Quadratmeter ansammeln. Auch in den aragonesischen Pyrenäen werden intensive Regenfälle vorhergesagt.
Morgen wieder heftige Unwetter in Ostspanien erwartet
Obwohl die Intensität im Vergleich zu den vergangenen Tagen leicht abnehmen soll, bleibt die Atmosphäre laut Meteorologen sehr instabil. Besonders gefährdet sind erneut die Gebiete, die bereits am Wochenende stark betroffen waren.
Katalonien
Entlang der Küsten von Barcelona und Tarragona werden anhaltende Regenfälle erwartet, die in einer Stunde 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter übersteigen können. Die Schauer treten vor allem in den frühen Morgenstunden und am Abend auf. Auch im Umfeld der Pyrenäen sind starke Regengüsse möglich.
Valencianische Gemeinschaft
Die Provinz Valencia bleibt einer der Hotspots des Unwetters. Ebenso drohen in Castellón und im nördlichen Alicante heftige Regenfälle, die in nur 12 Stunden 60 bis 80 Liter erreichen können – in Extremfällen auch über 100 Liter.
Balearen
Auf den Pitiusas-Inseln (Ibiza und Formentera) bleibt die Instabilität fast den ganzen Tag bestehen. Auch auf Mallorca und Menorca sind vor allem am Montagnachmittag und -abend heftige Regenschauer möglich.
Darüber hinaus hat Aemet in den Pyrenäen von Huesca die gelbe Warnstufe ausgerufen, da in kurzer Zeit mehr als 20 Liter pro Quadratmeter fallen können. Begleitet werden die Stürme lokal von Hagel und Sturmböen, was auf die weiterhin hohe Feuchtigkeit und instabile Luftschichten in der Atmosphäre zurückzuführen ist.
Verstreute Gewitter im Zentrum und Süden Spaniens
Auch in anderen Landesteilen muss mit Schauern und Gewittern gerechnet werden, wenngleich sie nicht so intensiv ausfallen dürften. Betroffen sind vor allem das Iberische System und die Bergregionen im Osten der Halbinsel. Dort sind kräftige Gewitter mit Hagel und Windböen möglich.
Im Landesinneren und Süden – insbesondere in Kastilien-La Mancha, Nordandalusien und Teilen der Autonomen Gemeinschaft Madrid – kann es ebenfalls lokal heftig regnen.
Kaum Regen im Westen Spaniens
Je weiter man Richtung Westen blickt, desto geringer ist die Regenwahrscheinlichkeit. In Extremadura, dem westlichen Andalusien, Galizien und im Westen Kantabriens bleibt es weitgehend trocken und freundlich.
Wetterentwicklung in den kommenden Tagen: „Alice“ zieht ab, aber Instabilität bleibt
Obwohl das Tief „Alice“ sich langsam abschwächt, hinterlässt es eine aktive und labile Atmosphäre. Laut Prognosen der Aemet wird es ab Dienstag zwar eine vorübergehende Verbesserung geben, doch eine vollständige Stabilisierung der Wetterlage ist vorerst nicht in Sicht.
Die kalte Höhenluft und die ostwärtige Strömung halten über dem Mittelmeerraum weiterhin ein moderates Niederschlagsrisiko aufrecht – allerdings mit geringerer Intensität und Häufigkeit als in den vergangenen Tagen.
„Alice war eines der bedeutendsten Wettersysteme des Herbstes 2025“, so Meteorologen. „Obwohl sich der Kern des Tiefs auflöst, bleibt die Atmosphäre sehr aktiv – und Vorsicht ist bis mindestens Mitte der Woche geboten.“
Zwischen Dienstag und Donnerstag können an der katalanischen Küste sowie auf den Balearen weiterhin Regenfälle auftreten, jedoch meist in abgeschwächter Form. Gegen Ende der Woche deuten Wettermodelle auf die Bildung eines stabilen Hochdruckrückens hin, der für freundlicheres Wetter sorgt. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass sich in der Umgebung Spaniens neue Höhentiefs oder Tröge entwickeln – was erneut instabile Phasen bringen könnte.











