Der große Spanien-Überlebensguide

Die Staatliche Meteorologische Agentur (Aemet) hat für diesen Freitag eine rote Wetterwarnung für die Südküste der Provinz Alicante sowie für den Campo de Cartagena und Mazarrón (Murcia) herausgegeben. Zwischen 10 Uhr und Mitternacht könnten dort bis zu 180 Liter Regen pro Quadratmeter in nur 12 Stunden fallen – ein außergewöhnlich hoher Wert, der Überschwemmungen und Erdrutsche verursachen kann.

Extreme Regenfälle bedrohen Südostspanien

Laut Aemet können innerhalb einer Stunde bis zu 60 Liter pro Quadratmeter niedergehen. Besonders betroffen sind die Regionen rund um Torrevieja, Orihuela, Cartagena und Mazarrón. Behörden raten dringend dazu, Fahrten zu vermeiden, Tiefgaragen zu meiden und Flussnähe zu meiden.

Auch in Tarragona herrscht erhöhte Alarmbereitschaft: Der Katastrophenschutz hat den Inuncat-Plan aktiviert, um mögliche plötzliche Überschwemmungen in den Schluchten und Wildbächen des Baix Ebre und Montsià zu verhindern. Bürger werden aufgefordert, extreme Vorsicht walten zu lassen.

DANA „Alice“ sorgt für Rekordniederschläge in Valencia

Das Tiefdrucksystem DANA „Alice“ hat in der Valencianischen Gemeinschaft bereits beachtliche Regenmengen gebracht. In L’Albufera de Valencia wurden bis zu 50 Liter pro Quadratmeter gemessen. In Catarroja, einer der vom letzten Jahr am stärksten betroffenen Städte, fielen 40 Liter, in Massalavés 35,6 Liter und in Alcàsser 35,1 Liter.

Die Alarmstufe Orange gilt weiterhin für die Küstenregionen Valencias und Alicantes. Zahlreiche Veranstaltungen zum Tag der Valencianischen Gemeinschaft (9. Oktober) mussten abgesagt oder verschoben werden.

Balearen ebenfalls betroffen

Auch die Inseln Ibiza und Formentera sind von der Schlechtwetterfront betroffen. Aufgrund der Prognosen von heftigen Regenfällen wurde dort der Unterricht am Donnerstag ausgesetzt, um Schüler und Lehrer zu schützen.

Experten warnen vor weiteren Unwettern

Meteorologen rechnen damit, dass die DANA in den kommenden Stunden weiter intensive Niederschläge über dem Mittelmeerraum verursachen wird. Die Kombination aus feuchter Mittelmeerluft und kalter Höhenluft schafft ideale Bedingungen für heftige Gewitterzellen.

Behörden appellieren an die Bevölkerung, die Hinweise von Aemet und Zivilschutz aufmerksam zu verfolgen und Wetterwarnungen ernst zu nehmen.

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