Gabrielle erreicht Kategorie 4 im Atlantik
Der Hurrikan Gabrielle hat sich im Atlantik östlich von Bermuda rasch verstärkt und gestern die Kategorie 4 erreicht. Nach Angaben des Nationalen Hurrikanzentrums in Florida befand sich das Zentrum des Sturms um 18 Uhr (spanische Halbinselzeit) bei 35,1ºN und 54,3ºW. Gabrielle bewegt sich derzeit mit rund 40 km/h in Richtung ENE. Der Luftdruck im Zentrum liegt bei 953 hPa, während die anhaltenden Winde in der Nähe des Sturmkerns 232 km/h erreichen.
Zugbahn von Gabrielle: Von den Azoren Richtung Iberische Halbinsel
Nach den aktuellen Prognosen wird Gabrielle bis Freitag seine Bewegung in Richtung ENE beibehalten. Auf dem Weg über kälteres Atlantikwasser verliert er zwar an Stärke, bleibt aber zunächst ein Hurrikan.
- Donnerstagabend: Annäherung an die Azoren, dabei Herabstufung auf Kategorie 1.
- Freitagnacht: Überquerung der zentralen Azoren-Inseln mit orkanartigen Böen, heftigem Regen und Sturmfluten.
- Freitagmorgen: Abzug von den Azoren, Umwandlung in einen tropischen Sturm.
Die Azoren müssen sich somit auf direkte Auswirkungen einstellen: sintflutartige Regenfälle, Winde in Hurrikanstärke und gefährliche Küstenüberschwemmungen.
Ex-Gabrielle steuert auf Portugal und Spanien zu
Am Wochenende weitet sich der sogenannte Kegel der Unsicherheit erheblich aus.
- Samstag: Gabrielle dürfte nahe des Breitengrads von Porto auf die iberische Küste zusteuern. Besonders Galicien muss mit heftigem Wellengang rechnen.
- Sonntag: Wahrscheinlich erreicht der Sturm die Atlantikküste Portugals. Als wahrscheinlichste Landfall-Zone gilt der Raum Lissabon, jedoch reicht die Unsicherheitszone von den Rías Baixas in Galicien bis in den Süden Portugals.
Dabei ist es sehr wahrscheinlich, dass Gabrielle bis dahin zu einem außertropischen Sturm mutiert. Ein Rest-Tiefdrucksystem mit tropischen Eigenschaften kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Mögliche Auswirkungen auf die Iberische Halbinsel
- Starke Winde mit Böen über 100 km/h in exponierten Küstenregionen.
- Hoher Seegang mit gefährlichen Wellen an der Atlantikküste.
- Lokale Überschwemmungen und Küstenschäden, insbesondere in Galicien und entlang der portugiesischen Atlantikküste.
Die Behörden in Spanien und Portugal beobachten die Situation genau und raten zur Vorsicht, insbesondere für Küstenbewohner und die Schifffahrt.











