Der große Spanien-Überlebensguide

Polarjet bringt Kaltlufteinbruch über die Iberische Halbinsel

Der Herbst zeigt sich in Spanien von seiner härtesten Seite. Am morgigen Dienstag, 24. September, sinken die Temperaturen in weiten Teilen des Landes auf Werte, die sonst eher an den Winter erinnern. Verantwortlich dafür ist ein kräftiger Polarjet, der die Hochdruckgebiete nach Norden verdrängt und einen Kaltlufttrog über Mitteleuropa sowie eine DANA über Südfrankreich entstehen ließ. Die Folge: kräftige Regenfälle, Stürme und ein markanter Temperatursturz – auch in Spanien.

Erste Schneefälle in den Bergen

In den Picos de Europa hat der abrupte Wetterumschwung bereits die ersten Schneefälle der Saison gebracht. Dort werden in der Nacht zum Dienstag Tiefstwerte um 0 ºC erwartet. Auch im Umland werden Temperaturen zwischen 1 und 2 ºC prognostiziert.

Soria, Teruel und Cuenca besonders betroffen

Einige Provinzhauptstädte werden am Mittwochmorgen mit frostähnlichen Bedingungen aufwachen. Soria erreicht voraussichtlich nur 2 ºC – der tiefste Wert unter den Städten Spaniens. Tagsüber steigen die Temperaturen dort kaum über 16 ºC. Auch Teruel und Cuenca beginnen den Tag mit lediglich 3 ºC.

In León wird es nicht wärmer als 3 ºC, während in ländlichen Regionen sogar leichter Frost möglich ist. Burgos und Ávila liegen bei 4 ºC, Palencia und Segovia bei rund 5 ºC. Damit erleben weite Teile Kastiliens und Leóns einen fast winterlichen Morgen.

Zentrum und Süden deutlich milder

Während die Nordhälfte Spaniens mit Temperaturen zwischen 0 und 5 ºC kämpft, bleibt es im Zentrum mit rund 10 ºC deutlich angenehmer. Im Süden, etwa in Andalusien oder der Region Murcia, steigen die Werte sogar auf fast 20 ºC – ein deutlicher Kontrast zur winterlichen Kälte im Norden.

Kältewelle dauert nur wenige Tage

Die aktuelle Kaltluftphase ist jedoch zeitlich begrenzt. Meteorologen erwarten, dass zum Ende der Woche eine wärmere Luftmasse einströmt und die Temperaturen ab Sonntag wieder deutlich ansteigen lässt.

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