Cádiz CF gibt sein Debüt an der Wall Street um sein Projekt Sportech City zu finanzieren

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Cadiz CF
Bild | Cádiz C.F.

Der spanische Fußballverein Cádiz CF plant den Börsengang seiner Technologietochter Nomadar an der Nasdaq. Ziel ist es, 123 Millionen Euro für die Finanzierung des ambitionierten Sport- und Technologiekomplexes „Sportech City“ einzuwerben. Dies ist der erste Versuch eines spanischen Fußballvereins, Kapital über den US-Technologiemarkt zu beschaffen. Gelingt das Vorhaben, könnte Cádiz CF, derzeit mit einem Budget von 35 Millionen Euro ausgestattet, zu einem Vorreiter für sportliche Innovation avancieren und seine Einnahmen deutlich steigern.

Hinter den Kulissen hält Cádiz CF die Mehrheit an Nomadar. Peter Moore, ehemaliger CEO des FC Liverpool, gehört dem Vorstand an. Selbst nach dem Verkauf von 34,5 % der Anteile behält der Verein 92 % der Stimmrechte.

Das geplante „Sportech City“ wird ein 110.000 Quadratmeter großer Multifunktionskomplex mit folgenden Einrichtungen:

  • Stadion mit 40.000 Zuschauerplätzen
  • Internationales Hotel
  • Konferenzzentrum
  • 56 Geschäfte und 17 Restaurants
  • Modernes Sportmedizinisches Zentrum, Fitnessstudio und Spa

Nomadar wird nicht nur den Komplex entwickeln, sondern auch vier technologische Geschäftsbereiche betreiben:

  • Digitale Plattform für den Hochleistungssport
  • Fußballakademien mit fortschrittlicher Analysetechnologie
  • Internationale Vermarktung der Marke „Mágico González“ (Nomadar-Botschafter) via E-Commerce
  • Rechenzentrum und Innovationslabor für Sporttechnologie

Die Gesamtfinanzierung des Projekts beläuft sich auf 370 Millionen Euro, die sich wie folgt zusammensetzen:

  • 123 Millionen Euro aus dem Börsengang
  • 167 Millionen Euro Fremdkapital
  • Restliche Mittel durch direkte Investitionen des Vereins

Ein Erfolg an der Wall Street könnte die Einnahmen und die Wettbewerbsfähigkeit von Cádiz CF erheblich steigern. Vereinspräsident Manuel Vizcaíno erwartet, dadurch die Gehaltsobergrenze erhöhen zu können, ohne ausschließlich von Fernseheinnahmen und Zuschauereinnahmen abhängig zu sein.

Das Projekt birgt jedoch auch Risiken. Ein ähnliches Vorhaben des FC Barcelona mit seiner audiovisuellen Tochter scheiterte im vergangenen Jahr. Der Erfolg hängt maßgeblich vom Interesse der Investoren ab, die von der federführenden Investmentbank Clear Street akquiriert werden.

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