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Der Waldbrand bei La Vall d’Uixó in der Provinz Castellón geht am Dienstag in seinen vierten aktiven Tag. Nach bisherigen Angaben hat das Feuer rund 8.500 Hektar Land erfasst und einen Umfang von etwa 72 Kilometern erreicht. Die Einsatzkräfte konzentrieren ihre Arbeit insbesondere auf Tales und Alcúdia de Veo, um ein weiteres Vordringen der Flammen in Richtung des Naturparks Sierra de Espadán zu verhindern.

Für rund 6.000 zuvor vertriebene Bewohner aus vier Vierteln von La Vall d’Uixó gibt es unterdessen eine wichtige Entlastung. Bei der Sitzung des Integrierten Operativen Koordinationszentrums Cecopi am Montagabend wurde ihre Rückkehr genehmigt. Am Dienstag um 8 Uhr wurden die Ausgangs- beziehungsweise Einschließungsmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet aufgehoben.

In anderen vom Feuer betroffenen Gemeinden sollen Evakuierungs- und Isolationsmaßnahmen zunächst bis Dienstag, 28. Juli, um 23.59 Uhr bestehen bleiben. Das Feuer hatte Evakuierungen in mehr als 15 Gemeinden erforderlich gemacht.

Ruhige Nacht unterstützt Löscharbeiten

Die meteorologischen Bedingungen waren während der Nacht vergleichsweise ruhig. Nach Angaben der staatlichen Wetterbehörde Aemet herrschten im Brandgebiet leichte Landbrisen sowie Abwärtswinde von den Bergen in Richtung Tal mit Geschwindigkeiten von rund 10 km/h.

Die Luftfeuchtigkeit lag im Brandgebiet bei etwa 80 Prozent und in höheren Lagen bei mehr als 90 Prozent. Auf ebenem Gelände wurden Temperaturen von rund 20 Grad Celsius gemessen, in den Bergregionen etwa 18 Grad.

Trotz der ruhigen Bedingungen warnte Aemet vor möglichen Problemen mit Sicht und Luftqualität. Durch die nächtliche Abkühlung bildeten sich in den unteren Luftschichten thermische Inversionen. Zusammen mit dem schwachen Wind kann dies dazu führen, dass Rauch und andere Partikel schlechter abziehen.

Neue Cecopi-Sitzung entscheidet über weitere Rückkehr

Für Dienstag um 10 Uhr wurde eine weitere Sitzung des Cecopi einberufen. Dabei soll geprüft werden, ob auch in weiteren umliegenden Gemeinden bestehende Einschränkungen aufgehoben und Bewohnern die Rückkehr in ihre Häuser ermöglicht werden können.

In den frühen Morgenstunden wurden außerdem die Luftkräfte wieder in die Brandbekämpfung eingebunden. Der operative Leiter der Löscharbeiten, Raúl Gil, hatte zuvor auf ein mögliches Zeitfenster von zwei bis vier Stunden für deren Einsatz hingewiesen.

Insgesamt stehen nach Angaben des valencianischen Notfall- und Innenministers Juan Carlos Valderrama 34 Luftressourcen zur Verfügung. Die Arbeiten der Bodentruppen hätten während der Nacht zu einer günstigen Entwicklung bei der Brandbekämpfung beigetragen.

Schwerpunkt liegt auf Tales und Alcúdia de Veo

Besondere Aufmerksamkeit gilt derzeit dem Gebiet um Tales und Alcúdia de Veo. Dort sollen die verfügbaren Bodenkräfte eingesetzt werden, um ein Vordringen des Feuers in Richtung Sierra de Espadán zu verhindern.

Während der Nacht überflogen Drohnen der Waldbrandbekämpfung und der Militärischen Notfalleinheit UME das Gebiet. Damit sollte ein Perimeter geschaffen beziehungsweise erfasst werden, der die weiteren Löscharbeiten erleichtert.

Der Schutz der Sierra de Espadán gehört neben der Sicherheit der Bevölkerung und ihrer Häuser zu den zentralen Zielen der Einsatzkräfte. Das Naturgebiet gilt als besonders bedeutend für die Provinz Castellón.

Acht Straßen weiterhin gesperrt

Die Auswirkungen des Großbrandes bleiben auch im Straßennetz spürbar. Acht Straßen in der betroffenen Region sind weiterhin gesperrt: die CV-200 bei Aín, die CV-203 bei Caudiel, die CV-205 bei Tales, die CV-215 bei Alcúdia de Veo, die CV-219 bei Eslida, die CV-223 bei Nules sowie die CV-2261 und CV-230 bei La Vall d’Uixó.

Während Tausende Menschen in La Vall d’Uixó bereits in ihre Wohngebiete zurückkehren können, richtet sich der Einsatz nun besonders darauf, das Feuer weiter einzudämmen und die Sierra de Espadán vor den Flammen zu schützen.

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