In Málaga sorgte eine Einbruchsserie für Aufsehen, deren Drahtzieherin unerwarteter nicht sein könnte: eine 81-jährige Frau. Mit einer raffinierten Masche, bei der sie ihr Alter als perfekte Tarnung nutzte, verschaffte sie sich Zugang zu mindestens fünf Wohnungen und erbeutete Bargeld und Schmuck. Niemand schöpfte Verdacht – bis ein aufmerksamer Mieter die Nationalpolizei alarmierte.
Die perfide Methode der alten Dame
Ihre Vorgehensweise war ebenso simpel wie effektiv. Mal gab sie sich als harmlose Putzfrau aus, ein anderes Mal mimte sie eine verwirrte, ältere Dame, die sich verirrt hatte. Ihre 81 Jahre schützten sie vor jeglichem Misstrauen. Wer würde schon eine gebrechlich wirkende Seniorin eines Verbrechens bezichtigen? Doch hinter der Fassade verbarg sich eine Kriminelle mit beachtlicher Erfahrung. Sie nutzte unter anderem die “Plastikkarten-Methode”, bei der sie zugeschnittene Kunststoffteile, wie etwa von Speisekarten, geschickt zwischen Türrahmen und Schloss schob, um unverschlossene Türen zu öffnen.
Die Jagd nach schnellem Geld und wertvollem Schmuck
Ihr Ziel war klar definiert: Sie suchte gezielt nach Bargeld und Schmuckstücken jeglicher Art. Sobald sie in den Wohnungen war, durchsuchte sie diese systematisch nach leicht transportierbaren Wertsachen. Ihr Vorgehen zeugt von einer kriminellen Vergangenheit und einem genauen Plan. Die Polizei konnte sie schließlich auf frischer Tat ertappen, nachdem ein Bewohner Verdacht geschöpft und die Behörden informiert hatte.
Kein Einzelfall: Wenn Senioren zu Kriminellen werden
Dieser Fall aus Málaga ist jedoch kein Unikat in der Welt der Alterskriminalität. Immer wieder nutzen ältere Menschen ihr unscheinbares Äußeres, um Straftaten zu begehen. So raubte beispielsweise ein 72-jähriger Mann mit einer Waffe bewaffnet eine Bankfiliale aus und erbeutete innerhalb von nur 13 Minuten 76.000 Euro. In einem anderen Fall fesselte ein Duo im Alter von 80 und 73 Jahren seine Opfer, stahl 30.000 Euro und flüchtete anschließend unauffällig mit einem öffentlichen Bus. Gerade die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel macht die Täter oft unsichtbar und schwer zu fassen, da sie sich nahtlos in die Menschenmenge einfügen.
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