Sturm Nuria wird dem guten Wetter ein Ende setzen und Spanien ab diesem Mittwoch mit Regen überfluten: Die Temperaturen sinken um bis zu 10 Grad

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Bild: Meteored

Nach einem März, der mit historischen Niederschlagsrekorden aufwartete, hat das Wetter in den letzten Tagen eine Phase der Stabilität erreicht. Der Anstieg der Temperaturen und die allgemeine Wetterberuhigung sind im ganzen Land deutlich spürbar. Dennoch ist die Realität, dass diese Phase nicht von Dauer sein wird; ein neuer Sturm kündigt sich an, dem die Staatliche Meteorologische Agentur (Aemet) nun den Namen Nuria gegeben hat. Dies markiert den 14. Sturm der laufenden Saison.

Bereits an diesem Dienstag sind die ersten Auswirkungen zu spüren, da Regenfälle den Westen der Halbinsel, insbesondere Extremadura und Andalusien, erreicht haben. Zudem hat die Bewölkung im Laufe des Tages in vielen Regionen zugenommen. Bis Mittwoch wird die Wetterlage weiter instabil bleiben, mit Regenfällen, die nahezu alle Gebiete betreffen werden, begleitet von einem plötzlichen Temperatursturz.

Ab Mittwoch werden die Temperaturen in Gemeinden wie Navarra, Aragonien und Katalonien um bis zu zehn Grad sinken. In Pamplona etwa wird das Thermometer maximal 12 Grad anzeigen. In Teruel hingegen wird die Temperatur von 25 Grad am Dienstag auf 11 Grad am Mittwoch fallen, während in Lleida die Werte von 22 Grad auf 13 Grad sinken. Auch in anderen Teilen des Landes wird diese Veränderung spürbar sein, wenn auch nicht in so starkem Maße.

Die Niederschläge werden insbesondere die drei genannten Regionen stark beeinflussen, jedoch auch den Rest der Halbinsel erreichen. In Teilen von Extremadura, Andalusien, Galicien sowie Kastilien und León sind kräftige Regenfälle zu erwarten, während die zentralen Gebiete der Halbinsel ebenfalls betroffen sein werden. Lediglich in Regionen wie Alicante, Murcia, Almería und den Balearen sind keine nennenswerten Niederschläge zu erwarten; sollten sie doch auftreten, werden sie sehr isoliert sein. In den Pyrenäen wird es in Höhenlagen zwischen 1.600 und 2.000 Metern auch zu Schneefällen kommen.

Für Donnerstag und Freitag wird sich die Situation voraussichtlich nicht wesentlich ändern, da Nuria weiterhin in der Nähe der Halbinsel verweilt und seine Fronten Regen nach Spanien bringen wird. Besonders stark ausgeprägt werden die Niederschläge in Andalusien und Teilen des Zentralsystems sein, wo die Schneehöhen zwischen 1.800 und 2.000 Metern liegen könnten.

Kumulierte Niederschlagsmengen von bis zu 60 l/m²

Nach dem Abzug von Nuria, der sich ab Samstag abzeichnen könnte, wird der angesammelte Regen in einigen Regionen erheblich ausfallen. Im Norden von Cáceres und im Süden von Ávila sowie im Westen Andalusiens sind zwischen 50 und 60 Liter pro Quadratmeter möglich. Auch in Galicien, in der Sierra de Madrid, im Ebro-Tal, im Iberischen System und in den Pyrenäen sind Niederschlagsmengen zwischen 30 und 50 Litern pro Quadratmeter nicht ausgeschlossen. In den restlichen Teilen des Landes wird mit 10 bis 30 Litern pro Quadratmeter gerechnet.

Der Sturm wird auch die Kanarischen Inseln im Laufe der Woche stark beeinträchtigen, mit Niederschlägen, die insbesondere auf La Palma sowie Teneriffa und Gran Canaria sehr ergiebig sein können. Diese Regionen könnten sogar Niederschlagsmengen von 20 bis 40 Litern pro Quadratmeter überschreiten.

Für das Wochenende scheint es, dass nach dem Abzug von Nuria die Wetterlage auf der Halbinsel wieder stabiler werden könnte. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass ab Samstag neue atlantische Stürme eintreffen.


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