Spanien hat einen historischen Meilenstein erreicht: Die Zahl der dauerhaften Invaliditätsrenten hat erstmals die Millionengrenze überschritten. Laut Daten des Ministeriums für Integration, soziale Sicherheit und Migration vom 25. Februar 2025 bezogen 1.002.040 Menschen diese Leistung. Diese Entwicklung verdeutlicht die wachsende Bedeutung von Erwerbsminderung in der spanischen Bevölkerung.
Zwischen 2015 und 2024 bewegte sich die Zahl der Beziehenden von dauerhaften Invaliditätsrenten stetig ansteigend zwischen 936.666 und 995.503.
Die dauerhafte Invaliditätsrente dient dem Ausgleich von Einkommensverlusten durch krankheits- oder unfallbedingte Einschränkungen oder den vollständigen Verlust der Arbeitsfähigkeit. Als Teil der beitragsabhängigen Renten wird sie jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex (VPI) und weiteren staatlichen Kriterien angepasst. Im Jahr 2025 betrug die Anpassung 2,8 %, wobei die Mindestrenten stärker angehoben wurden.
Mehrere Faktoren tragen zum Anstieg der Beziehenden von dauerhaften Invaliditätsrenten bei. Dazu zählen die demografische Entwicklung mit einer alternden Erwerbsbevölkerung, die zunehmende Anerkennung chronischer Erkrankungen und belastendere Arbeitsbedingungen in einigen Branchen. Zudem hat die Sozialversicherung in den letzten Jahren die Kriterien für die Anerkennung einer Behinderung flexibilisiert, wodurch mehr Bürger Zugang zu diesen Leistungen erhalten.
Die wirtschaftlichen Folgen sind erheblich. Die monatlichen Ausgaben für dauerhafte Invaliditätsrenten belaufen sich auf 1.208 Millionen Euro und stellen einen bedeutenden Anteil der Gesamtausgaben für beitragsabhängige Leistungen dar. Dieser Trend wirft Fragen nach der langfristigen Tragfähigkeit des Systems auf und hat eine Debatte über notwendige Reformen angestoßen.
Die Sozialversicherung kündigte verstärkte Kontrollen an, um Missbrauch zu verhindern und sicherzustellen, dass die Leistungen die tatsächlich Bedürftigen erreichen. Gleichzeitig prüft die Regierung Maßnahmen zur Prävention von Erwerbsminderung und zur besseren Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt. Dies beinhaltet auch Anpassungen am Arbeitsplatz.
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