In einer strategischen Neuausrichtung mit weitreichenden geopolitischen Folgen beugt sich Spanien den Forderungen der USA und erhöht massiv seine Importe von amerikanischem Öl und Gas. Diese Entwicklung ist das direkte Ergebnis eines monumentalen Energieabkommens, das von US-Präsident Donald Trump nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus forciert wurde. Der Pakt zementiert die Position der Vereinigten Staaten als unverzichtbarer Energielieferant für Europa und insbesondere für Spanien.
Ein historischer Pakt mit weitreichenden Folgen
Donald Trump hat seine Rückkehr an die Macht genutzt, um die Handelsbeziehungen neu zu definieren. Mit erheblichem Druck auf die Europäische Union konnte er ein historisches Abkommen über den Kauf von Energierohstoffen durchsetzen. Die EU hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2028 US-Energieprodukte im Wert von beeindruckenden 750 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Dieser Deal, der Flüssigerdgas (LNG), Öl und Kernbrennstoff umfasst, soll laut der Europäischen Kommission die Energieversorgung diversifizieren und die Abhängigkeit von russischem Gas drastisch reduzieren. Für die EU war dies der Preis, um drohende, unverhältnismäßige Zölle auf ihre Waren- und Dienstleistungsexporte in die USA abzuwenden.
Spanien an vorderster Front: US-Öl dominiert die Importe
Noch bevor die Tinte unter dem Abkommen trocken war, hat Spanien Fakten geschaffen. Spanische Raffinerien steigerten ihre Käufe von US-Rohöl und Erdgas signifikant, eine Entwicklung, die durch die internationale Blockade gegen Russland nach dem Einmarsch in die Ukraine beschleunigt wurde. Aktuelle Daten von Cores belegen diese neue Realität eindrucksvoll: Im letzten Monat führten die Vereinigten Staaten die Liste der Öllieferanten mit einem Anteil von 18,4 % der Gesamtmenge an, was einer Steigerung von 3 % entspricht.
Diese Verschiebung geht zulasten alter Partner. Venezuela, einst ein strategisch wichtiger Lieferant für spanische Raffinerien, ist vollständig von der spanischen Energiekarte verschwunden. Präsident Trump widerrief im März sämtliche Lizenzen, die es spanischen Unternehmen erlaubten, Rohöl aus dem südamerikanischen Land zu importieren. Das Ergebnis: Venezuela liefert derzeit keine Barrel Öl mehr nach Spanien, während die USA ihre dominante Stellung als Hauptlieferant festigen.
Der Gasmarkt im Wandel: USA auf dem Vormarsch
Ein identischer Trend zeichnet sich auf dem Gasmarkt ab. Die USA haben die Energiekrise infolge des Ukraine-Krieges meisterhaft genutzt und sich als einer der führenden Lieferanten von Flüssigerdgas (LNG) für Spanien etabliert. Die spanischen Gasimporte aus den USA erreichten mit 14.463 GWh einen Spitzenwert, der 44 % der monatlichen Gesamtmenge ausmachte – eine Zahl, die nur zu Beginn des Krieges im März 2022 übertroffen wurde.
Spaniens Engagement für US-Gas festigt sich zusehends und reduziert die historische Abhängigkeit von Algerien. Obwohl Algerien im Juni mit 43,6 % formal noch der Hauptlieferant war, holen die USA rasant auf. Mit einem Anstieg der Lieferungen von fast 80 % im bisherigen Jahr 2025 stehen sie kurz davor, Algier als führenden Gaspartner abzulösen. Russland folgt mit 11,8 % auf dem dritten Platz. Die Energiestrategie Spaniens ist klar: Die transatlantische Partnerschaft mit den USA ist die Zukunft.
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