Bis zu 30.000 professionelle Lkw- und Busfahrer werden in den kommenden Jahren benötigt, um den Bedarf der Branche zu decken. Dieses Defizit in einem strategischen Berufsfeld resultiert aus dem Boom der Branche und der bevorstehenden Regelung zum Vorruhestand von Fahrern im Jahr 2025. Aus diesem Grund hat das Ministerium für Verkehr und nachhaltige Mobilität eine Kampagne gestartet, um den Einstieg in den Güter- und Personenverkehr auf der Straße zu fördern.
José Antonio Santano, Staatssekretär des Ministeriums, traf sich mit dem Nationalen Ausschuss für Straßenverkehr (CNTC), um die Herausforderungen in diesem Bereich zu erörtern und die Bedeutung des Sektors für die spanische Wirtschaft hervorzuheben. “Dieser Sektor ist von außerordentlicher Bedeutung – sowohl für die Mobilität unserer Bürger als auch für unsere Industrie und den produktiven Sektor, einschließlich des Tourismus”, betonte er.
Eine der Herausforderungen, vor denen die Branche steht, ist das stetige Wachstum der Nachfrage, das vor allem durch den Boom im E-Commerce und die Förderung des öffentlichen Verkehrs angetrieben wird. Gleichzeitig gibt es Probleme, das Angebot im gleichen Tempo zu erhöhen, insbesondere aufgrund des Fachkräftemangels. In diesem Zusammenhang wurde der Reconduce-Plan ins Leben gerufen, um Berufskraftfahrer für den Güter- und Personenverkehr zu gewinnen. Er zielt darauf ab, diesen Beruf bei Menschen zu fördern, die in den Arbeitsmarkt eintreten oder eine neue berufliche Perspektive suchen.
Der Plan umfasst eine digitale Kampagne unter dem Motto “Die Straße hat immer Ausfahrten”, die darauf abzielt, die Bevölkerung für die Bedeutung des Logistik- und Personenverkehrssektors für Wirtschaft und Gesellschaft zu sensibilisieren. Zudem werden die Vorteile für Fachkräfte betont, die sich für diesen Beruf entscheiden, wie Stabilität und schnelle Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
Das Ministerium hat eine spezielle Website veröffentlicht, auf der alle Anforderungen für Bewerber zu finden sind, die Verkehrsfachleute werden möchten. Zum Führen eines Busses benötigt man beispielsweise einen Führerschein der Klasse D, der ein Mindestalter von 21 Jahren voraussetzt, sowie einen Führerschein der Klasse B. Zusätzlich sind eine spezifische Kenntnisprüfung, eine praktische Prüfung auf geschlossener Strecke und eine Fahrprüfung im offenen Verkehr erforderlich.
Ebenso muss das Zertifikat der beruflichen Eignung (CAP) erworben werden, entweder durch einen 280-stündigen Schulungskurs im normalen Modus oder einen 140-stündigen Kurs im beschleunigten Modus, ergänzt durch eine kontinuierliche Schulung von 35 Stunden alle fünf Jahre. Auch die Fahrtenschreiberkarte des Fahrers ist erforderlich.
Für das Fahren eines Lkws benötigt man einen Führerschein der Klasse C, der ein Mindestalter von 18 Jahren erfordert, sowie einen Führerschein der Klasse B. Erforderlich sind auch hier eine spezifische Kenntnisprüfung, eine praktische Prüfung im geschlossenen Kreislauf und eine praktische Prüfung im offenen Verkehr. Das CAP und die Fahrtenschreiberkarte sind ebenfalls notwendig.
Foto: Archiv
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