Ein Routineeinsatz für ein Fernsehteam der Sendung “En boca de todos” ist an diesem Freitag in Ocaña, Toledo, auf dramatische Weise eskaliert. Ein Reporter, der über den verzweifelten Fall der 56-jährigen Vermieterin Pilar berichtete, wurde vor laufender Kamera von dem Partner einer Hausbesetzerin mit Pfefferspray attackiert. Der Angreifer wurde daraufhin live von der Polizei festgenommen.
Der Albtraum einer Vermieterin: Eine Geschichte von Vertrauen und 10.000 Euro Schulden
Die Hintergründe des Vorfalls zeichnen ein düsteres Bild. Alles begann im Jahr 2023, als Pilar einer Frau in einer sozialen Notlage helfen wollte und ihr eine Wohnung vermietete. Doch die gute Tat verwandelte sich schnell in einen Albtraum. Bereits nach drei Monaten stellte die Mieterin die Zahlungen ein. Inzwischen hat sich ein Schuldenberg von über 10.000 Euro angehäuft und Pilar durchlebt nach eigenen Angaben “eine wahre Hölle”. Um auf ihre Lage aufmerksam zu machen, wandte sie sich an die Medien.
#ÚLTIMAHORA | Miedo en un edificio por un caso de inquiokupación: una vecina asegura temer encontrarse con su inquilina y su pareja, un marroquí muy agresivo.
— En boca de todos (@EnBocaDe_Todos) August 29, 2025
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Eskalation vor laufender Kamera: Von Interviewversuch zu Pfefferspray-Angriff
Als ein Reporter des Magazins versuchte, die Hausbesetzerin für eine Stellungnahme zu erreichen und an ihre Tür klopfte, schlug die Situation abrupt in Gewalt um. Der Partner der Frau trat heraus und besprühte den Journalisten sowie Mitarbeiter einer hinzugezogenen Firma für Hausräumungen gezielt mit Pfefferspray. “Sie haben uns mit Pfefferspray besprüht, als wir an die Tür geklopft haben. Ich habe den Pfeffer geschluckt”, klagte der sichtlich mitgenommene Reporter in die Kamera. Die Hausbesetzer verteidigten sich lautstark mit Gegenvorwürfen: “Sie versuchten, durch die Tür einzudringen. Zu keiner Zeit sind sie gekommen, um mit mir zu sprechen. Wir haben Angst. Bitte lass mich jetzt in Ruhe.”
Live-Festnahme und schockierende Enthüllungen über den Täter
Nach dem Angriff alarmierten die Anwesenden umgehend die Behörden. Die Guardia Civil traf kurz darauf ein und nahm den Angreifer noch während der Live-Übertragung fest. Die anschließenden Enthüllungen über den Mann sind schockierend. Ein Mitarbeiter der Räumungsfirma erklärte, dass der Täter kein Unbekannter sei: “Er hat eine ganze Reihe von Haftbefehlen, unter anderem wegen Misshandlungen, Raubüberfällen mit Gewalt und im Ausland begangener Straftaten. Er wurde erst vor sieben oder acht Monaten aus dem Gefängnis entlassen. Er wird in mehreren Ländern gesucht.” Der Vorfall in Ocaña beleuchtet somit nicht nur die wachsende Problematik der Hausbesetzungen in Spanien, sondern auch die damit verbundenen Gefahren.
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