Ein Aufruf in den sozialen Medien löst an diesem Sonntag eine massive Invasion aus Marokko aus

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In den letzten 24 Stunden haben 1.500 Migranten versucht nach Ceuta zu schwimmen

An diesem Freitag sind die marokkanischen Medien mit der Nachricht über einen massiven Aufruf in den sozialen Netzwerken explodiert. Diese Bewegung ruft zu einer massiven Invasion der Autonomen Stadt Ceuta am heutigen Sonntag auf. Was als reine Gerüchte begann, hat alarmierende Ausmaße angenommen und in der Nähe der Grenze zu Tarajal eine beispiellose Besorgnis ausgelöst.

Berichten zufolge planen marokkanische Bürger, diesen viralen Nachrichten zufolge in einem verzweifelten Versuch, Ceuta am 15. September zu erreichen, ins Meer zu springen. Dies würde zu einer kritischen Situation führen, die einen beispiellosen Einsatz von Sicherheitsmaßnahmen ausgelöst hat.

Die marokkanische Polizei hat nicht lange auf sich warten lassen, um auf die Bedrohung zu reagieren. In der Stadt Castillejos, nur zwei Kilometer von der Grenze entfernt, haben sich die Sicherheitskräfte vervielfacht. Eine beträchtliche Anzahl von Polizei- und Militärangehörigen wurde eingesetzt, um die Straßen und auch die Strände zu patrouillieren, von denen diese waghalsigen Versuche normalerweise ausgehen.

Die Behörden überlassen nichts dem Zufall, denn sie sind sich bewusst, dass der Migrationsdruck auf Ceuta ein gefährlich hohes Niveau erreicht hat.

Auf spanischer Seite ist die Nervosität mit Händen zu greifen. Die Guardia Civil und die Nationalpolizei sind in höchster Alarmbereitschaft und auf jedes Szenario vorbereitet. Kein Wunder, wurden doch im August bis zu 700 tägliche Eintrittsversuche registriert. Eine überwältigende Zahl, die durch die Wetterbedingungen begünstigt wurde. Der Nebel, der damals die Grenze bedeckte, diente als perfekter Schutzschild für diejenigen, die die Grenze überqueren wollten, und erschwerte die Aufgabe der Überwachung. Jetzt sind die spanischen Sicherheitskräfte jedoch auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Doch Marokko ist nicht weit dahinter. Das Nachbarland hat neue Zäune auf den Routen zur Grenze errichtet und Polizeifahrzeuge mobilisiert, um die Gebiete zu patrouillieren. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Seiten der Grenze ist enger denn je, aber die Bedrohung für Ceuta bleibt real.

Die Situation hat ein solches Ausmaß erreicht, dass die marokkanischen Behörden vor kurzem 60 Personen festgenommen haben, die beschuldigt werden, über soziale Netzwerke die illegale Einreise nach Ceuta gefördert zu haben. Diese Verhaftungen spiegeln den wachsenden Einfluss des Internets auf die Organisierung von Massenbewegungen wider, bei denen die Grenze zwischen Realität und Fantasie verschwimmt. Diesmal war die Botschaft klar: Am heutigen Sonntag geht es darum, einen neuen Übergang nach Ceuta zu versuchen und dabei die Schwäche der Grenzkontrollen auszunutzen.

Bild: Archiv


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