Dies ist der größte kolossale Stausee Spaniens

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kallerna, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Spanien verfügt über mehr als 350 Stauseen mit einer Gesamtkapazität von 4.000 Kubikkilometern (hm³), was laut der Fundación Aquae der Hälfte des jährlichen Flussdurchflusses des Landes entspricht.

Entgegen der Annahme ist weder Madrid noch Andalusien die Region mit der größten Speicherkapazität. Extremadura führt die Liste mit 14.225 hm³ an und beherbergt zudem den größten Stausee Spaniens und drittgrößten Europas: den Stausee La Serena. Nur der Alqueva-Stausee in Portugal und der Kremasta-Stausee in Griechenland übertreffen ihn an Größe.

Der in der Provinz Badajoz gelegene Stausee La Serena fasst 3.230 hm³. Er wurde 1989 fertiggestellt und im Folgejahr in Betrieb genommen. Sein Bau diente nicht nur der Regulierung des Flusses Zújar, sondern auch der Wasserversorgung der umliegenden Bevölkerung.

Aktuell liegt der Füllstand des Stausees La Serena laut den neuesten Daten des Ministeriums für den ökologischen Wandel bei 48,8 Prozent seiner Kapazität – ein Wert, der den landesweiten Regenfällen geschuldet ist. Ihm folgt in der Größe der ebenfalls in Extremadura gelegene Alcántara-Stausee (Cáceres) mit einer Kapazität von 3.162 hm³, der 1969 erbaut wurde.

Der älteste Stausee Spaniens, der Proserpina-Stausee, befindet sich ebenfalls in der Provinz Badajoz, nur fünf Kilometer von Mérida entfernt. Er ist Teil des archäologischen Ensembles von Mérida, das 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Mit einem Fassungsvermögen von 6,5 hm³ (laut Energy Go) wurde er bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. von den Römern erbaut und ist bis heute gut erhalten. Sein Damm ist 425 Meter lang und 21 Meter hoch.


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