Die Guardia Civil verhaftet zwei Brüder die angeblich mit dem IS in Verbindung stehen in Estepona (Málaga)

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Die Guardia Civil hat zwei Brüder brasilianischer Staatsangehörigkeit wegen der mutmaßlichen Begehung terroristischer Verbrechen und ihrer mutmaßlichen Verbindungen zum IS verhaftet. Agenten des Nachrichtendienstes, unterstützt von der Spezialeinheit und der Schnellen Eingreiftruppe, haben diese beiden Personen unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Nationalen Obersten Gerichts und des Zentralen Instruktionsgerichts Nummer Fünf verhaftet, dessen Leiter ihre Einweisung in die Haft angeordnet hat.

Die Festgenommenen sollen sich in einem Radikalisierungsprozess befunden und verschlüsselte Instant-Messaging-Plattformen genutzt haben, um ihre aktive Unterstützung für die Terrororganisation Daesh zu zeigen. Beide konsumierten und verbreiteten Multimedia-Material für die Propaganda des IS über ihre Internet-Profile. Darunter befanden sich terroristische Aktivitäten, die an verschiedenen Orten durchgeführt wurden, Handbücher für die Herstellung von Sprengstoffen und Vergiftungen, Cybersicherheit, Hacking sowie Dokumente, die die Gewalt bei der Durchführung von Selbstmordhandlungen rechtfertigen.

Das US-amerikanische FBI hat mit der Guardia Civil zusammengearbeitet, um die beiden Brüder brasilianischer Herkunft, die sich in Spanien niedergelassen haben, aufzuspüren, zu identifizieren und zu neutralisieren. Auch die brasilianische Bundespolizei wurde unterstützt.

Über die Agentur der Europäischen Union für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Strafverfolgung (EUROPOL) wurden wichtige internationale Verbindungen zu Personen festgestellt, die in europäischen Ländern wegen ihrer Verbindungen zur dschihadistischen Bedrohung festgenommen oder untersucht wurden.

Die Beamten haben eine Adresse durchsucht, die mit den Festgenommenen in der Stadt Estepona (Málaga) in Verbindung steht, um weitere Beweise für ihre Aktivitäten zu sammeln und den untersuchten Sachverhalt zu klären.

Nach ihrer Überstellung nach Madrid wurden sie dem Zentralen Instruktionsgericht Nr. 5 des Nationalen Gerichts zur Verfügung gestellt, dessen Leiter ihre Aufnahme in Untersuchungshaft angeordnet hat.


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