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Die ganze Welt ist gegen Völkermord: Flottille der Hoffnung für Gaza in See gestochen!

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Die ganze Welt ist gegen Völkermord: Flottille der Hoffnung für Gaza in See gestochen!
x.com/carlesral

Im Hafen von Barcelona hat sich am Sonntag ein historischer Moment ereignet: Die Globale Sumud-Flottille, eine neue internationale Hilfsmission, hat die Anker gelichtet und Kurs auf Gaza genommen. Mit rund zwanzig Schiffen und 300 Aktivisten an Bord stellt diese Flottille die bisher größte Solidaritätsaktion ihrer Art dar. Ihr erklärtes Ziel ist es, einen humanitären Korridor zu schaffen und die von Israel verhängte Blockade zu durchbrechen. Unter dem Applaus von etwa 5.000 Menschen, die sich laut Angaben der Guardia Urbana am Moll de la Fusta versammelt hatten, rief einer der Organisatoren, Thiago Ávila, der Welt entgegen: “Die ganze Welt ist gegen den Völkermord”.

Prominente Unterstützung für die Mission zur Durchbrechung der Blockade

Die Bedeutung dieser Mission wird durch die Teilnahme namhafter Persönlichkeiten aus 44 Ländern unterstrichen. An vorderster Front steht die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg, die sich erneut für die palästinensische Sache engagiert. Auf einer Pressekonferenz erklärte Thunberg, dass jeden Tag “mehr und mehr Menschen ihre Augen für Israels Gräueltaten öffnen”. Sie betonte, dass die Welt nicht länger zum Leid der Palästinenser schweigen könne. “Israel ist sich seines Völkermordversuchs bewusst”, so Thunberg, die hinzufügte: “Diese Geschichte handelt auch von einem globalen Aufstand, davon, wie Menschen aufstehen, wenn Regierungen versagen.”

Nach ihrer Festnahme durch israelische Behörden vor einigen Monaten zeigt sich Thunberg unerschrocken und kämpferisch: “Für jeden Politiker, der Völkermord, Umweltzerstörung und Kolonialisierung schürt, wird es Menschen geben, die den Widerstand dagegen eskalieren.” Sie warnte Israel unmissverständlich: Sollte die Flottille erneut völkerrechtswidrig gestoppt werden, sei “Plan B, mit noch mehr zurückzukehren”.

Internationale Künstler erheben ihre Stimme für Gaza

Neben Thunberg verleihen auch bekannte Künstler der Mission ihr Gewicht. Der irische Schauspieler Liam Cunningham, weltbekannt aus der Serie Game of Thrones, lenkte den Fokus auf die Menschen in Gaza und erinnerte an ein palästinensisches Mädchen, das kürzlich “von Israel getötet” wurde. Sein Landsmann, der Komiker und Schriftsteller Tadhg Hickey, kritisierte die Untätigkeit der Regierungen: “Zivilisten müssten solche Missionen nicht planen, wenn die irische Regierung handeln würde.”

Auch aus Katalonien kommt Unterstützung. Der Schauspieler Eduard Fernández beschrieb die Situation in Gaza als einen Spiegel, “der uns alle reflektiert, ob wir wollen oder nicht.” Er fügte hinzu: “Jedes Schiff, das nach Gaza fährt, ist ein Schrei der Würde und eine Erinnerung daran, dass das Meer weder Gefängnis noch Gefängnis sein sollte.”

Organisatoren zeigen sich entschlossen: “Ein Angriff wäre ein Kriegsverbrechen”

Die Organisatoren der Globalen Sumud-Flottille zeigen sich zuversichtlich, ihr Ziel zu erreichen. Thiago Ávila erklärte gegenüber den Medien, dass jeder Angriff auf die Schiffe als “Kriegsverbrechen” zu werten sei. “Wir glauben fest daran, dass wir die Blockade durchbrechen werden. Wir haben mehr Schiffe an Bord als bei allen vorherigen Missionen zusammen”, sagte Ávila. Er betonte, dies sei keine isolierte Aktion, sondern Teil einer “globalen Massenbewegung”.

Sein Kollege Saif Abukeshek stellte klar, dass der Fokus nicht auf den Aktivisten liege: “Wir sind nicht die Helden.” Er beschuldigte Israel, in Gaza absichtlich eine Hungersnot herbeizuführen. “Wir sind nicht hier, um die Palästinenser zu retten”, erklärte Abukeshek und bekräftigte das Recht der unter Besatzung lebenden Menschen auf Widerstand.

Barcelona: Ein Hafen der Solidarität

Die ehemalige Bürgermeisterin von Barcelona, Ada Colau, war ebenfalls vor Ort, um ihre Unterstützung zu bekunden. “Die palästinensische Sache ist die Sache der Menschlichkeit”, rief sie der Menge zu. Sie zeigte sich stolz auf ihre Stadt, die als erste die Beziehungen zu Israel abbrach, und lobte die Bürgerbewegungen, die “feige” Institutionen zum Handeln gezwungen hätten. “Es gibt nur zwei Seiten: die Seite des Guten und die Seite des Bösen”, erklärte Colau. “Wenn Gaza sich nicht ergibt, können wir nicht kapitulieren.” Mit dieser Botschaft der Hoffnung verließ die Globale Sumud-Flottille den Hafen, getragen von einer Welle globaler Solidarität.


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