Der Freitag bringt Spanien erneut große Wettergegensätze. Während vor allem der Osten der Halbinsel mit kräftigen und regional sehr ergiebigen Regenfällen sowie Gewittern rechnen muss, bleibt es im Südwesten deutlich freundlicher und ungewöhnlich warm. Besonders kritisch bleibt die Situation zunächst an der Mittelmeerküste.
Im Mittelpunkt stehen am Freitag, 2. Oktober, die Regionen Valencia, Castellón und Tarragona. Die bereits am Donnerstag einsetzenden heftigen Niederschläge dauern in der Nacht und am Freitagmorgen an. Regional können innerhalb kurzer Zeit enorme Regenmengen zusammenkommen. Dazu sind Gewitter mit Hagel und kräftigen bis sehr kräftigen Windböen möglich.
Besonders an der Küste von Castellón und Valencia können innerhalb von zwölf Stunden noch Niederschlagsmengen von etwa 160 Litern pro Quadratmeter erreicht werden. Auch im südlichen Küsten- und Hinterlandbereich von Tarragona sowie im Norden der Provinz Alicante besteht die Gefahr sehr kräftiger Regenfälle.
Auch die Balearen geraten in die instabile Mittelmeerwetterlage. Vor allem auf Ibiza und Formentera sind in der Nacht und am Freitagmorgen sehr kräftige Schauer und Gewitter möglich. Auf Mallorca und Menorca treten ebenfalls Schauer und Gewitter auf. Im weiteren Tagesverlauf soll sich die Situation auf den Inseln allmählich entspannen.
Im Landesinneren bleibt das Wetter ebenfalls wechselhaft. Rund um Madrid sind zeitweise Regen und Schauer zu erwarten, örtlich können Gewitter auftreten. Auch über Aragón, den Pyrenäen und Teilen der Meseta bilden sich weitere Schauer und Gewitter. Die Niederschläge fallen dort meist weniger ergiebig als unmittelbar an der Mittelmeerküste.
Im Norden Spaniens präsentiert sich das Wetter überwiegend wolkig bis stark bewölkt. Zwischen Galicien, Asturien, Kantabrien und dem Baskenland sind einzelne Regenfälle möglich, insgesamt ist die Wetterlage dort aber wesentlich ruhiger als im Osten. Die Temperaturen können gegenüber Donnerstag teilweise wieder etwas steigen.
Deutlich freundlicher wird der Freitag im Südwesten. Besonders in Westandalusien und im unteren Guadalquivir-Tal gibt es längere trockene und sonnige Abschnitte. In Sevilla sind Höchstwerte um 32 Grad möglich, in Córdoba etwa 30 Grad. Damit herrscht dort weiterhin nahezu sommerliches Oktoberwetter.
An der Mittelmeerküste sorgen Wolken, Regen und die feuchte Luft dagegen für deutlich niedrigere Werte. In Castellón bewegen sich die Temperaturen voraussichtlich nur um 21 bis 22 Grad. Tarragona erreicht ungefähr 24 Grad, Barcelona etwa 25 Grad. Madrid kommt auf rund 22 Grad.
Auf den Kanarischen Inseln bleibt die Wetterlage wesentlich ruhiger. Dort sind keine mit dem Unwetter im Osten der Iberischen Halbinsel vergleichbaren Wetterbedingungen zu erwarten.
Besondere Vorsicht ist am Freitagmorgen weiterhin an der östlichen Mittelmeerküste geboten. Durch die bereits zuvor gefallenen und die zusätzlich erwarteten Regenmengen können Bäche, Flüsse und normalerweise trockene Ramblas sehr schnell anschwellen. Überflutungen sind insbesondere in tiefer gelegenen Gebieten möglich.
Im Laufe des Freitags dürfte sich der Schwerpunkt der Niederschläge zunehmend verlagern. Ganz ausgestanden ist die instabile Wetterlage damit jedoch nicht. Auch am Wochenende bleibt die Atmosphäre über Spanien unbeständig, sodass in verschiedenen Teilen der Halbinsel weitere Schauer und Gewitter möglich sind. Die Intensität der Niederschläge soll insgesamt jedoch allmählich nachlassen.
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