Der große Spanien-Überlebensguide

Millionen Menschen in ganz Spanien haben am Mittwochabend eine der außergewöhnlichsten Himmelserscheinungen der vergangenen Jahrzehnte erlebt. Gegen 20:30 Uhr erreichte die totale Sonnenfinsternis ihren Höhepunkt und ließ den Himmel in weiten Teilen des Nordens und Nordostens des Landes für etwas mehr als eine Minute verdunkeln. Das astronomische Ereignis war auf der Iberischen Halbinsel in dieser Form seit 114 Jahren nicht mehr zu beobachten.

An Aussichtspunkten, in Parks, auf Plätzen sowie an Stränden verfolgten Tausende Menschen das Naturschauspiel. Während einige mit Applaus oder begeisterten Ausrufen reagierten, herrschte an anderen Orten ehrfürchtige Stille, als sich der Mond vollständig vor die Sonne schob.

Totalitätsstreifen zog von West nach Ost

Galicien war das erste Gebiet auf dem spanischen Festland, das in den Bereich der Totalität eintrat. Von dort aus zog der Schatten des Mondes weiter über Asturien, Kantabrien, Kastilien und León, La Rioja, das Baskenland, Navarra, Aragón, Madrid, Kastilien-La Mancha, Katalonien, die Valencianische Gemeinschaft und schließlich bis zu den Balearen.

Die Totalität begann kurz nach 20:26 Uhr in Estaca de Bares (A Coruña) sowie am Cabo de Peñas in Asturien. Anschließend bewegte sich der Totalitätsstreifen über zahlreiche Provinzhauptstädte, darunter León, Palencia, Santander, Bilbao, Zaragoza, Teruel, Lleida, Valencia und Palma.

Faszinierende Korona am Himmel

Während der Totalität verwandelte sich die Sonne in eine schwarze Scheibe, umgeben von ihrer leuchtenden Korona. Die Landschaft lag für kurze Zeit in ungewohnter Dunkelheit, während sich der Schatten des Mondes über das Land bewegte.

In Jebes dauerte die Totalität 63 Sekunden. Dort dokumentierten zwei internationale Radioteleskope mit Spiegeldurchmessern von 40 beziehungsweise 13,2 Metern das außergewöhnliche Ereignis.

Nach Angaben des Nationalen Geografischen Instituts war Formentera um 20:33:58 Uhr der letzte Ort Spaniens, an dem die totale Sonnenfinsternis endete.

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