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Spanien schlägt der EU einen Aktionsplan zur Beendigung des Krieges in Gaza und Waffenembargo gegen Israel vor

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Katalonien schließt aus Protest gegen das Massaker in Gaza sein Außenbüro in Israel
Image by freepik

Der spanische Außenminister José Manuel Albares hat die Europäische Union eindringlich aufgefordert, ihre passive Haltung im Gaza-Konflikt aufzugeben und einen von Spanien vorgelegten Aktionsplan umzusetzen. Bei einem informellen Treffen der EU-Außenminister in Kopenhagen forderte Albares eine “starke” und geschlossene Antwort auf die anhaltende Gewalt.

Spaniens Forderungen: Vom Reden zum Handeln

“Nichtstun hat nichts gelöst, es ist an der Zeit, von den Erklärungen zu den Taten überzugehen”, erklärte Albares am Samstag vor Beginn der Gespräche. Er betonte, dass die EU die Mittel zum Handeln in ihren Händen halte und Spanien diese Position vehement verteidigen werde. Der von Madrid vorgelegte Plan ist ein umfassender Vorstoß, der konkrete Maßnahmen zur Deeskalation und zur Einhaltung des Völkerrechts vorsieht.

Der spanische Aktionsplan umfasst vier Kernpunkte:

  • Ein Waffenembargo gegen Israel.
  • Die Erweiterung der Liste sanktionierter Personen, die sich aktiv der Zweistaatenlösung widersetzen.
  • Verstärkte finanzielle Unterstützung für die palästinensischen Behörden.
  • Die sofortige Durchbrechung der humanitären Blockade im Gazastreifen.

“All dies ist nichts Außergewöhnliches, es ist das Mindestmaß an Einhaltung der europäischen Gesetzgebung selbst. Das muss nach vorne gehen. Spanien ist führend in dieser Position”, fügte der Minister hinzu. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich die spanische Position durchsetzen werde, da sie die “Seele” Europas sowie dessen Sicherheitsinteressen verteidige.

Internationale Allianzen und Verurteilungen

Spaniens Initiative gewinnt international an Unterstützung. Gemeinsam mit Irland, Island, Luxemburg und Norwegen verurteilte Spanien am Freitag scharf die Ankündigung Israels, eine dauerhafte Präsenz in Gaza zu etablieren. In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Außenminister dieser fünf Länder die israelische Regierung auf, “ihre Entscheidung zu überdenken und die Operationen sofort einzustellen”. Sie warnten davor, dass diese neue Offensive “eine neue Phase der Unsicherheit und des unerträglichen Leids für beide Seiten eröffnet”.

Fokus auf die Zweistaatenlösung und Völkerrecht

Albares bekräftigte, dass die Zweistaatenlösung “das Einzige ist, was einen endgültigen Frieden garantieren wird”. In diesem Zusammenhang verteidigte er auch die konsequente Einhaltung der Resolutionen des Internationalen Gerichtshofs bezüglich der illegalen Siedlungen im Westjordanland. Ein zentraler Punkt hierbei ist das Verbot des Handels mit Produkten aus diesen Gebieten, eine Maßnahme, die den wirtschaftlichen Druck auf die Siedleraktivitäten erhöhen soll.

Der spanische Außenminister äußerte zudem die Hoffnung auf eine “entschiedene” Verurteilung der Entscheidung, die Palästinensische Autonomiebehörde (PNA) von der bevorstehenden UN-Konferenz zum palästinensisch-israelischen Konflikt in New York auszuschließen.


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