Für Millionen von Urlaubern, die jährlich mit Ryanair zu Traumzielen wie Mallorca, den Kanaren oder an die Costa del Sol fliegen, gibt es wichtige Neuigkeiten. Die irische Fluggesellschaft intensiviert die Kontrollen des Handgepäcks massiv und setzt dabei auf finanzielle Anreize für ihre Mitarbeiter. Wer unvorbereitet an einem spanischen Flughafen zum Gate kommt, riskiert empfindliche Zusatzkosten, die das Urlaubsbudget erheblich schmälern können.
Was sich für Reisende nach Spanien jetzt ändert
Die entscheidende Neuerung betrifft das Personal an den Flugsteigen. Ryanair hat bestätigt, die Prämie für Mitarbeiter, die ein zu großes Handgepäckstück entdecken, ab November von 1,50 Euro auf 2,50 Euro zu erhöhen. Gleichzeitig wird die monatliche Obergrenze von 80 Euro für diese Boni gestrichen. Das Ergebnis: Ein starker Anreiz für das Bodenpersonal in Palma, Malaga oder Barcelona, jeden Koffer penibel zu prüfen. Diese Maßnahme soll laut Ryanair-Chef Michael O’Leary die Pünktlichkeit verbessern, da das umständliche Nachverladen von Gepäck am Flugzeug entfällt – ein häufiger Grund für Verspätungen auf den hochfrequentierten Spanien-Routen.
Die aktuellen Ryanair-Regeln und drohende Gebühren
Für Ihre Reise nach Spanien gilt bei Ryanair weiterhin: Nur ein kleines persönliches Gepäckstück (maximal 40 x 30 x 20 cm), das unter den Vordersitz passt, ist kostenlos erlaubt. Alles, was größer ist, muss hinzugebucht werden. Dies gilt insbesondere für den beliebten Kabinen-Trolley (bis zu 55 x 40 x 20 cm). Die eigentliche Kostenfalle lauert jedoch direkt am Gate: Wird Ihr Handgepäck dort als zu groß eingestuft, kann eine Strafgebühr von bis zu 75 Euro fällig werden. Eine Summe, die für viele Urlauber ein schmerzhafter Start in die schönste Zeit des Jahres wäre.
Rechtliche Lage und der Blick in die Zukunft
Obwohl Fluggesellschaften ihre Gepäckrichtlinien selbst festlegen dürfen, solange sie transparent sind, sorgt die aggressive Umsetzung für Debatten. In Spanien gab es bereits Gerichtsverfahren und von Verbraucherschutzorganisationen verhängte Strafen gegen die Handgepäck-Praxis von Billigfliegern. Die Diskussion hat längst auch Brüssel erreicht. Die EU-Verkehrsminister haben sich auf einen Vorschlag geeinigt, der zukünftig ein kostenloses Handgepäck mit Mindestmaßen für alle Passagiere garantieren soll. Doch bis diese Regelung greift, sind Spanien-Reisende gut beraten, die Bestimmungen von Ryanair aufs Genaueste zu befolgen und ihr Gepäck vor Abflug sorgfältig zu vermessen, um eine böse Überraschung am Flughafen zu vermeiden.
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