Die spanische Regierung setzt ein klares Zeichen für die Gesundheit ihrer jüngsten Bürger: Ab dem kommenden Schuljahr, das im September beginnt, wird eine direkte Beihilfe in Höhe von 100 Euro gewährt, um Brillen und Kontaktlinsen für alle Kinder unter 16 Jahren zu finanzieren. Diese wegweisende Ankündigung erfolgte durch Regierungspräsident Pedro Sánchez am Montag auf einer Veranstaltung am Sitz des Rates der Optiker und Optometristen, begleitet von Gesundheitsministerin Mónica García.
Diese neue Leistung, die auf ärztliche Verschreibung hin erworben werden kann und jährlich verlängerbar ist, stellt eine bedeutende Entlastung für spanische Familien dar. Bislang waren Sehhilfen nicht im Leistungsportfolio des öffentlichen Gesundheitssystems enthalten, was eine erhebliche finanzielle Belastung für viele Haushalte darstellte. Die Finanzierung dieser Initiative wird direkt vom Gesundheitsministerium übernommen, wodurch die Autonomen Gemeinschaften vorerst nicht für die Leistung aufkommen müssen.
Die Absicht, Familien bei der Deckung der Kosten für die visuelle Gesundheit zu unterstützen, stand schon länger auf der Agenda der Exekutive. Gesundheitsministerin Mónica García hatte sich bereits kurz nach ihrem Amtsantritt dazu verpflichtet und vor einem Jahr ihre Bereitschaft bekräftigt, Brillen und Kontaktlinsen ab 2025 zu finanzieren. Das übergeordnete Ziel ist es laut Gesundheitsquellen, mit Kindern im Alter von 0 bis 16 Jahren zu beginnen und sich schrittweise in Richtung “Universalität” zu bewegen, sodass diese Leistung letztlich der gesamten spanischen Bevölkerung zugutekommt.
Parallel zu dieser neuen Beihilfe wird seit April eine weitere Initiative im Abgeordnetenhaus diskutiert, die kostenlose Brillen und Kontaktlinsen für Minderjährige sowie für die erwachsene Bevölkerung mit niedrigem Einkommen vorsieht. Diese umfassenden Maßnahmen unterstreichen das Engagement der spanischen Regierung für eine gerechtere Gesundheitsversorgung und einen besseren Zugang zu wichtigen medizinischen Leistungen für alle Bürger.
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