Ein Bericht des Europäischen Automobilclubs (AEC) belegt, dass die spanische Generaldirektion für Verkehr (DGT) im Jahr 2023 insgesamt 5.202.185 Beschwerden verzeichnet hat. Die daraus resultierenden Einnahmen von 501.431.414 Euro stellen den zweithöchsten Wert in der Geschichte dar.
Tägliche Einnahmen:
Hochgerechnet auf die 365 Tage eines Jahres ergeben die über 500 Millionen Euro Bußgeldeinnahmen einen beeindruckenden Betrag von 1,3 Millionen Euro pro Tag. Das bedeutet, dass durch Verkehrsüberwachung – sei es durch mobile und stationäre Radargeräte, intelligente Kameras oder Kontrollen der Gurtpflicht und Handynutzung am Steuer – täglich rund 14.000 Bußgelder verhängt werden.
Verwendung der Bußgelder:
Die DGT erklärt, dass gemäß Artikel 4 des Verkehrs- und Verkehrssicherheitsgesetzes die Einnahmen aus Bußgeldern der Finanzierung der Verkehrssicherheit, der Unfallprävention und der Opferhilfe dienen.
Konkret reinvestiert die Behörde unter der Leitung von Pere Navarro die Gelder in Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. Dazu gehören Radargeräte, Alkoholtester, Glasfaserleitungen, Verkehrsleitzentralen, Unterstützung von Opferverbänden, die Verkehrseinheit der Guardia Civil, Verkehrserziehung, Forschung, Studien, Personal und vieles mehr.
Häufigster Verstoß:
Laut der offiziellen Website der DGT ist Geschwindigkeitsüberschreitung der häufigste Verkehrsverstoß in Spanien. Die DGT betont, dass überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache für Verkehrsunfälle darstellt: Zwei Drittel der Bußgelder auf Überlandstraßen werden wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen verhängt. Dieser Risikofaktor ist zudem bei fast 20 % der Unfälle mit Personenschaden präsent.
Sanktionen bei Geschwindigkeitsüberschreitung:
Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen belaufen sich je nach Schwere des Verstoßes auf 100 bis 600 Euro und führen zu einem Punktabzug im Fahreignungsregister von zwei bis sechs Punkten. Bei besonders schweren Verstößen kann die Fahrerlaubnis sogar entzogen werden.
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